Zu spät

Am Abend, als Herr Mose­kund sich für die Nacht­ruhe vor­be­rei­tete, klin­gelte das Tele­fon. Ein Be­kann­ter war am Ap­pa­rat, der Herrn Mose­kund fragte, ob sie nicht das milde Früh­lings­wetter zum An­lass nehmen woll­ten, um nach einem Spaziergang noch irgend­wo für einen lange schon ver­ab­rede­ten Ge­dan­ken­aus­tausch ein­zu­kehren.
Herr Mosekund brachte diese und jene Aus­flucht vor, aber der Be­kannte ließ nicht locker. Er er­innerte daran, wie oft sie sich einen solchen Abend vor­ge­nom­men hatten, und sagte schließ­lich: »Also bitte, Herr Mose­kund: Lieber spät als nie!«
»Im Gegenteil«, antwortete Herr Mose­kund, der um seinen Schlaf fürch­tete, »lieber nie als spät.«

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