Vom Verfall

Zum Auflisten der Vorräte: Eine aufgeschlagenes Notizbuch mit alter Handschrift

Herr Mosekund, der einen geord­ne­ten Haus­halt schätzte, führte akri­bisch Buch über seine Lebens­mittel­­vorräte. In einem Notiz­buch hielt er exakt fest, was sich in Kühl­schrank, Vor­rats­kam­mer und Keller be­fand und welche Ver­brauchs­fristen sich ihrem Ende näher­ten.
Eines Tages las er im poli­ti­schen Teil seiner Leib- und Magen­zeitung von einer Ver­ord­nung, wo­nach Vor­rats­daten nicht länger als ein halbes Jahr ge­spei­chert wer­den dür­fen. »Auch das noch!«, stöhnte Herr Mose­kund, ver­brannte das Büch­lein und legte ein neues an.

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