Vielsagend

Herr Mosekund wollte einem Freund zu dessen Geburts­tag aus­führ­lich und erschöp­fend für alles danken und zu diesem Zweck auf der Feier eine Rede halten. Je länger er aber darüber nach­dachte, desto größer wurde seine Befürch­tung, er könne sich ver­haspeln oder sogar wich­tige Aspekte ver­gessen. Deshalb ent­schloss sich Herr Mose­kund, alles auf­zu­schrei­ben. Etliche Tage – ach was, Wochen! – saß er am Schreib­tisch und füllte Seite um Seite in einem großen, dicken Notizbuch. Als der Foliant kom­plett beschrif­tet war, war alles gesagt.

Ein aufgeschlagenes Notizbuch, auf dem ein Füllfederhalter liegt

Am Geburtstag überreichte Herr Mose­kund das Werk dem Freund. Dieser zeigte sich tief gerührt. »Eine enorme Arbeit«, sagte er, Herrn Mose­kunds Fleiß bewun­dernd.
»Es war die reine Bequem­lich­keit«, wehrte Herr Mose­kund ab. »Sie wissen doch: Ein Buch sagt mehr als tausend Worte!«

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