Spaßbremse

Herr Mosekund hatte sich zu einem Besuch auf dem städti­schen Rum­mel­platz ent­schlos­sen. Dort erwarb er eine Ein­tritts­karte für die Geisterbahn, um, wie die Reklame ver­sprach, »die ver­rück­tes­ten Geis­ter aller Zeiten« zu erleben.
Zunächst amüsierte er sich präch­tig: Zu Beginn der Fahrt durch die Dunkel­heit starrte ihn Kant aus glühen­den Augen an. Hinter der nächs­ten Tür drohte ihm Nietz­sche mit einem dicken Wälzer. Feuer­bach fuch­telte mit einer Fackel herum, Vol­taire schrie ihm fran­zö­si­sche Flüche hinter­her. Herr Mose­kund lachte herz­haft. Nur zum Schluss ver­ging ihm der Spaß, als ein Zausel mit wildem Bart und locki­ger Mähne auf ihn zu­sprang und brüllte: »Ein Gespenst geht um in Europa!«
Oh nein, dachte Herr Mose­kund und war froh, dass er den Aus­gang er­reicht hatte: Nicht ein­mal hier ist man vor der Krise sicher!
 

In der Geisterbahn: Ein Gespenst geht um in Europa - Konterfei Karl Marx
 
Diese Geschichte haben Freunde der Kunstsprache Esperanto übersetzt und auf der Website cezartradukoj.blogspot.de veröffentlicht.

 
Amuzbremsilo

Sinjoro Mosekund decidis sin viziti la urban kermesan amuzejon kaj fine akiris enirbileton por la trako de fantomaperejo, por travivi, kiel promesis afiŝo, la plej frenezajn fantomojn el ĉiuj tempoj.
Komence li amuzis sin tre plezure. Ĉe la ekveturo rigardis lin la okuloj de la filozofo Kant kun ardantaj okuloj, post anguleto minacis lin Nietzsche kun dikega libraĉo, filozofo Feuerbach svingadis torĉon antaŭ li. Voltero kriis francajn sakrojn. Sinjoro Mosekund ridis elkore. Nur ĉe la fino li ne plu amuziĝis, kiam taŭzita oldulo kun sovaĝa barbo kaj vilaa longa hararo saltis al li kaj kriegis: »Fantomo vagadas en Europo!«
»Ho, ne!«, pensis sinjoro Mosekund, kaj ĝojis, kiam li atingis la elirejon. »Eĉ ĉi tie oni ne estas sekura kontraŭ la krizo!«

(tradukis Hans-Georg Kaiser)

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