Recht und schlecht

Im Traditionsgasthaus: Ein Speisenteller mit Besteck und karierter Stoffserviette auf rustikalem Holztisch

Herr Mosekund hatte ein Traditionsgasthaus auf­ge­sucht, um wieder ein­mal zu speisen wie in alten Zeiten. Als er den Teller ge­leert hatte, näherte sich der Kellner und fragte: »War alles recht so, der Herr?«
Herr Mosekund dachte nach. »Nun ja«, sagte er, »es war irgend­wie nicht so … so inter­es­sant, wie ich es in Erin­ne­rung …«
»Nicht so interessant?«, fragte der Kell­ner. »Was soll das heißen? War es etwa nicht recht?«
»Wie soll ich sagen?«, ent­geg­nete Herr Mose­kund. »Also, es war eben …«
»Eher schlecht?«, hakte der Kellner nach.
»Nein, nein!«
»Was soll ich dem Koch nun aus­richten?«, wollte der Kell­ner wissen.
»Sagen Sie ihm«, fasste Herr Mose­kund seine wider­streben­den Emp­fin­dun­gen zu­sam­men, »es war nicht alles recht, aber es war auch nicht alles schlecht.«

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