Nur nicht lockerlassen

Als man im März die Sommerzeit ein­ge­führt hatte, war Herr Mose­kund empört: Wie kamen sie dazu, ihm die Nacht um eine Stunde zu ver­kür­zen? Er schrieb Ein­gaben an die Chro­no­metri­sche For­schungs­anstalt, hielt Mahn­wachen vor dem Dienst­sitz der Staat­lichen Stun­den­auf­sicht, schickte eine Denk­schrift an das In­sti­tut für Kalen­da­ris­tik und Uhro­logie.

Sommerzeit: Ein roter Wecker stehr auf einer Sommerwiese

Er verklagte den Beauf­trag­ten für Nacht­schutz­fragen, ket­tete sich beim Zen­tral­lager der Natio­na­len Zeit­reserve an und grün­dete einen Ver­ein der Freunde des 24-Stun­den-Tages.
Ein halbes Jahr lang kämpfte Herr Mose­kund. Bis er im Okto­ber in den Nach­rich­ten hörte, dass die Uhr­zeit wie­der um eine Stunde zurück­ge­stellt werde. Na also, dachte er voller In­grimm und hef­tete den um­fang­reichen Brief­wech­sel ab: Man darf nur nicht locker­lassen.

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