Nach wie vor

»Woran«, fragte Herr Mosekund einen Be­kann­ten, der sein Geld mit dem Ver­fassen von Vor- und Nach­worten ver­diente, »arbei­ten Sie gerade?«
»Gestern habe ich ein Vorwort be­endet, aber nun drängt gleich der näch­ste Auf­trag«, ant­wor­tete der Be­kannte.
»Ja, ja«, sagte Herr Mosekund heiter, »nach dem Vor­wort ist vor dem Vor­wort.«
»Nein«, entgegnete der Bekannte, »nach dem Vor­wort ist in diesem Fall vor dem Nach­wort.«
»Und nach dem Nachwort ist vor dem Vor­wort?«, fragte Herr Mose­kund.
»Im Prinzip ja«, sagte der Bekannte, »es sei denn, ich kann mich nicht ent­schei­den und ver­fasse ein Nach- wie Vor­wort. Und nach wie vor ist nach dem Nach- wie Vor­wort vor dem Vor- wie Nach­wort.«
Herr Mosekund dachte über diesen Satz lange nach. Dann sagte er: »Ich glaube, Sie haben einen sehr schwie­ri­gen Beruf.«

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