Morgenlektüre

Morgenlektüre: Buch mit Lesebrille und Wecker

Als Herr Mosekund die Zeitung studierte, fiel sein Blick auf eine hellsichtige, blitzgescheite Kolumne seines Lieblingsautors. Es ging ums Bücherlesen. Man solle, schrieb der Lieblingsautor, auch frühmorgens, noch im Bett, ein Buch zur Hand nehmen, denn Aufstehen sei noch nicht Erwachen. Herr Mosekund befolgte diesen Rat. Am nächsten Morgen schlug er sofort ein Buch auf und las sich fest. Er las und las und las – und als er eine kleine Pause machen wollte, war es bereits Abend. Nun, dachte Herr Mosekund, hier irrt mein Lieblingsautor. Genau andersherum ist es: Erwachen ist noch nicht Aufstehen.

Schreib als Erster einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.