Frohe Botschaft

Botschaft: Ein altehrwürdiges Amtsgebäude mit Flaggen am BalkonHerr Mosekund war dem Gedan­ken näher­ge­tre­ten, ins ent­legene Aus­land zu reisen, und be­mühte sich, alle Even­tua­li­tä­ten recht­zeitig zu klären. Immer wieder begab er sich zur Botschaft des Landes, um Er­kun­di­gun­gen über Visa­forma­li­täten, regio­nal­typische Sitten, Gefah­ren­war­nun­gen, Impf­empfeh­lun­gen, gas­tro­no­mi­sche Beson­der­hei­ten, tou­ris­ti­sche Höhe­punkte, kli­ma­ti­sche Aspekte und poli­ti­sche Ent­wick­lun­gen ein­zu­holen.
In der ersten Woche empfin­gen die Bot­schafts­mit­arbei­ter Herrn Mose­kund freund­lich, in der zwei­ten höf­lich, in der drit­ten Woche reser­viert, in der vier­ten ge­reizt. In der fünf­ten Woche be­gann Herr Mose­kund zu spüren, dass er ein eher un­ge­wöhn­licher Be­sucher war. In der sechs­ten Woche teilte er dem Bot­schafts­perso­nal mit, dass dies sein letzter Be­such sei, da er aus per­sön­lichen Grün­den von der Reise Ab­stand nehme.
Abends notierte er in sein Tage­buch: »Habe heute eine sehr frohe Bot­schaft erlebt.«

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