Freudlos

Winterblues: Eine tief stehende Wintersonne zwischen den Zweigen kahler, blätterloser Bäume
© mosekund

Herr Mosekund, der nicht unbe­trächt­lich unter der allzu gerin­gen Son­nen­ein­strah­lung in der kalten Jahres­zeit litt, fand in einem Zei­tungs­arti­kel den seiner Mei­nung nach tref­fen­den Be­griff Winterblues. Seine Vor­freude auf die kom­men­den Wochen schwand aller­dings, als er aus dem glei­chen Arti­kel erfuhr, dass nun die Früh­jahrs­müdig­keit folgen werde. Noch allzu genau konnte er sich an die dem Winterblues vor­aus­ge­gan­gene Herbst­depres­sion er­innern. Und für all diese Un­bill sollte ihn ein am Ende wahr­schein­lich lächer­lich kurzer Som­mer ent­schä­di­gen, an des­sen Ende schon wieder dieser schreck­liche Herbst …? Je länger Herr Mose­kund da­rüber nach­dachte, desto deut­licher fühlte er in sei­nem Inne­ren einen veri­tablen Som­mer­groll wachsen.

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