Die Alten und die Jungen

Herr Mosekund war mit einem Bekann­ten auf dem Weg zur Tagung des Arbeits­kreises »Martin Luther und Thomas Müntzer«, als sie auf einer Park­bank eine Pause ein­legten und ver­schnauf­ten. In einiger Ent­fernung lager­ten junge Men­schen auf der Wiese, plauder­ten, nahmen alko­holi­sche Getränke zu sich und rauch­ten Ziga­ret­ten, aus denen ein bläu­licher Rauch ent­wich. Hin und wieder drang ein Wort­fetzen ihrer Unter­hal­tung zur Park­bank her­über.

Chillen: Ein junger Affe liegt entspannt auf einer Wiese

»Was tun sie da?«, fragte Herr Mose­kund.
»Ich habe gelesen, sie nennen es chillen«, ant­wor­tete der Bekannte.
»Soso«, sagte Herr Mose­kund, »chillen. Das gab es, soweit ich weiß, zu unserer Zeit nicht.«
Der Bekannte nickte.
»Und das ist das Neue, das Vorwärts­weisende?«, fragte Herr Mose­kund.
»Sieht ganz so aus«, erwiderte der Bekannte.
»Kommen Sie«, rief Herr Mose­kund und erhob sich, »wir müs­sen. Um es mit einem Zitat aus Müntzers Zeit zu sagen: Die Alten fechten’s besser aus.«

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