Aufgeweckt

Herr Mosekund war mit einem Freund in Streit geraten. Jeder be­harrte ver­bissen auf seiner Mei­nung, bis Herr Mose­kund schließ­lich sagte: »Wenn Sie so sicher sind, dann wetten Sie doch!«
»Und ob!«, entgegnete der Freund. »Und zwar um das Glas Kompott, das mir meine Groß­mutter vor nun­mehr über dreißig Jahren ver­erbt hat und an dem ich hänge wie an kei­nem ande­ren Erin­ne­rungs­stück!« Er ging in die Vor­rats­kam­mer, holte das Glas und stellte es auf den Tisch.

Eine Reihe von Einweckgläsern mit Kompott

Er meint es tatsächlich ernst, dachte Herr Mose­kund, zog ein Nach­schlage­werk aus dem Bücher­schrank und be­wies dem Freund dessen Irrtum.
Der Freund erbleichte, während Herr Mose­kund un­ge­rührt den Deckel vom Glas zog und fröh­lich aus­rief: »Wohl­an, mein Lieber, jetzt geht’s ans Ein­gemachte!«

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